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Die Wichtigkeit eines Trainers und dessen Karriere

# Montag,02.12.2013, 21:15 Uhr #

 

Hallo liebe Leser, vielleicht auch Leserinnen!

 

Dies ist mein erster Blog auf meiner Homepage. Natürlich, wie sollte es anders sein, geht es um Fußball. Wo fange ich an, wo höre ich auf? Diese Frage stellt sich mir gerade. Am besten ich schreibe einfach drauf los…

 

Pep Guardiola, José Mourinho, Jürgen Klopp, …. tolle Trainer oder hatten sie einfach nur Glück? Wären diese Trainer auch mit schwächeren = budgetmäßig kleineren Vereinen, erfolgreich? Eine Frage die nicht beantwortet werden kann, es sei denn Guardiola verlässt den FC Bayern und wechselt zu Eintracht Braunschweig :D Fakt ist, es gibt unzählige gute und sehr gute Trainer, vielleicht auch bessere als Klopp/Guardiola und Co! Viele davon stehen „noch“ im Schatten, warum? Weil es Trainer gibt die „Glück“ haben, und es Trainer gibt, die ohne Großartiges geleistet zu haben, eine steile Karriere hinlegen. Dazu spielen noch viele andere Faktoren eine wichtige Rolle.

 

Zum Beispiel die Tatsache, dass ehemalige Bundesliga-Kicker bei den Trainerlizenzprüfungen quasi durchgewinkt“ werden. Während ein „Nobody“ aus Amateurvereinen aufgrund eines Punktevergabesystems ohne Chance auf die UEFA-Pro-Lizenz ist, braucht sich ein Ex-Profikicker dafür kaum sonderlich anstrengen. Beispiele, gibt es genug: Toni Polster etwa, der keine zwei Monate bei Admira Wacker Mödling „überlebte“ und aussortiert wurde. Oder Lothar Matthäus, der als Spieler Weltklasse verkörperte, als Trainer aber keine großen Erfolge verbuchen konnte und auch nicht das Standing genießt, das er sich vielleicht wünschen würde. Nicht jeder ehemalige Spieler in einer höchsten Spielklasse ist automatisch ein guter Trainer! Als Pendant gilt zweifelsohne José Mourinho. Der absolvierte lediglich ein paar Spiele in der 2. Portugiesischen Liga, ist aber mittlerweile eine der bekanntesten Trainerfiguren im Fußballgeschäft. Oder Robin Dutt, Trainer vom SV Werder Bremen. Er spielte in seiner aktiven Zeit nie höher als in der Verbandsliga, schaffte es dann zwischenzeitlich sogar zum DFB-Sportdirektor!

 

Nichts desto trotz tragen aber auch die Medien ihren Teil dazu bei. Sie sind es die das Trainerkarussell quasi monatlich in Bewegung bringen. Und ja, auch sie sind es die den Vereinen quasi die Arbeit abnehmen indem sie diverse Listen von möglichen Kandidaten präsentieren. Und was fällt uns dabei auf? Egal um welchen Verein es sich handelt, auf all diesen Listen stehen immer „bewährte“ Kräfte. Vereine sind selten kreativ, haben denke ich auch kein Vertrauen in Trainer dessen Karriere womöglich erst beginnt. Ein Beispiel dafür ist für mich zum Beispiel Bruno Labbadia. Beendet mit Leverkusen die Saison auf dem 9. Platz, bekommt trotz dieser Tatsache einen Job beim HSV. OK, sicherlich noch akzeptabel. Aber, dort ebenfalls nur Mittelmaß, trotz deutlich höherer Ansprüche. Und zum Drüberstreuen ging’s danach sofort nach Stuttgart, mit dem bekannten Ende: Nach schwachem Start (3 Niederlagen in Folge) trennte man sich im August 2013. Oder, ganz aktuelles Beispiel: Fortuna Düsseldorf Trainer Mike Büskens musste seinen Stuhl räumen. Und der erste Name der in den Medien zu hören ist, „Thomas Schaaf“. Warum nicht einmal etwas Neues probieren? Warum immer auf altbewährte Personen zurückgreifen? Wie sollen gute und vielleicht junge Trainer in einer 2. oder 3. Liga den Sprung nach oben schaffen?

 

Vielleicht deswegen weil Vereine einen großen Druck verspüren. Von den Fans, Spielern, aber vor allem von den Sponsoren. Die schmücken sich natürlich lieber mit Namen wie „Jürgen Klinsmann“ als mit „Max Mustermann“. Somit wird meistens die Sicherheitsvariante gewählt, kein Fan meckert, alle sind zufrieden… Solange bis der Erfolg ausbleibt, auch das hat zwangsläufig nicht immer mit dem Trainer zu tun! Ein Trainer lebt von seinem Spielermaterial, ganz einfach. Es gibt Trainer von der individuellen Stärke ihrer Mannschaften profitieren. Ohne großartiges Training, ohne viel Aufwand trotzdem Erfolg zu haben, auch das gibt es. Und es gibt Trainer die eine perfekte Arbeit leisten, aber aufgrund der zu hohen Erwartungshaltung im Verein und einem qualitativ schwachen Kader nicht zaubern können und „scheitern“. Hier liegen Erfolg und Misserfolg sehr knapp beisammen.

 

Aber auch dann wenn es einem Trainer nicht gelingt die Mannschaft zu erreichen! Dann spielt weder die Kaderqualität, noch das fußballerische Wissen des Trainers eine Rolle. Wird der Trainer aufgrund seiner Art und Weise nicht akzeptiert, ist das Scheitern quasi vorprogrammiert. Gerade im Amateurbereich erlebt man das immer wieder. Es gibt Trainer die in gewissen Bereichen (Theorie, Trainingsplanung,…) außerordentlich gut sind, dafür bei anderen Punkten (Coaching, Kontakt zur Mannschaft,…) Schwächen aufzeigen. Ziel wäre es eine gute Mischung zu finden. Dann ist man sicherlich auf einem guten Weg sodass man irgendwann einmal auch andere Vorteile genießen kann…

 

Zum Beispiel das Arbeiten mit unzähligen Co-Trainern. Verpflichtet ein Profiverein einen neuen Trainer, dann muss er höchstwahrscheinlich auch den ganzen Co-Betreuerstab verpflichten. Peter Stöger/Manfred Schmid, ein aktuelles Beispiel aus österreichischer Sicht beim FC Köln. Der eigentliche Trainer steht zwar in der Öffentlichkeit, im Hintergrund arbeiten allerdings viele andere Personen mit. Der Fußball wird immer schneller, immer komplexer sodass eine Person alleine niemals alle Facetten dieses Sports abdecken wird können. Und hier unterscheidet sich auch der Amateurbetrieb vom Profibetrieb. Während ein Amateurtrainer quasi Alles macht, wird beim Profiteam auf viele perfekt organisierte Teilbereiche aufgeteilt. Der Trainer ist dann nicht mehr der Wichtigste, sondern lediglich Teil eines großen Puzzles. Und das ist leider für die meisten Medien völlig uninteressant…..

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